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Rede von Aviv Shir-On, Botschafter des Staates Israel in Österreich

bei der Kundgebung „Solidarität mit Israel – Befreit Gaza von der Hamas“
am 21. November 2012 in Wien 

Meine sehr geehrten Damen und Herren, liebe Freunde!

Ich danke Ihnen allen, dass Sie so zahlreich gekommen sind, um Ihre Solidarität mit Israel und seinen Menschen zu bekunden. Wieder einmal werden Israelis angegriffen und ermordet, nur weil sie Israelis sind. Für die jetzige Gewalteskalation im Nahen Osten sind allein die Hamas und weitere Terror-Organisationen in Gaza, die monatelang die Zivilbevölkerung Israels angegriffen haben, verantwortlich. Die Hamas ist nicht nur eine Terror-Organisation, die einen bewaffneten Kampf gegen Israel führt, sie ist auch antisemitisch, denn in ihrer Charta steht geschrieben, dass Juden  diffamiert und bekämpft werden sollen.

Am 9. November 1938 – in der Reichskristallnacht – waren die Juden macht- und wehrlos, im November 2012 nicht mehr. Wenn wir attackiert werden, wissen wir uns selbst zu schützen. Wenn wir angegriffen werden, schlagen wir zurück. Die Tatsache, dass gerade hier in Österreich, Israel und Hamas-Terroristen oft gleichgestellt werden, ohne dass zwischen extremistischen Aggressoren und denjenigen, die sich zur Wehr setzen unterschieden wird, ist eine Schande.

Die Hamas zielt absichtlich auf Städte und Dörfer in Israel und greift unsere Zivilbevölkerung an. Wir werfen Flugblätter über Gaza ab und versuchen, unschuldige Zivilisten zu warnen und sie zu schonen. Die Hamas schießt ihre Raketen von dicht bevölkerten Wohngebieten aus ab, damit ein Gegenschlag möglichst viele Frauen und Kinder, ihre eigenen Landsleute, trifft. Das ist ganz eindeutig ein Kriegsverbrechen und sollte auch so  bezeichnet werden, wenn die Medien hierzulande darüber berichten.

Der Bombenanschlag auf einen Bus heute  in Tel Aviv beweist zum tausendsten Mal, welch feiger Krieg gegen uns geführt wird. Jeder vernünftige Mensch, auch in Österreich, muss ihn verurteilen. Menschen, die so etwas tun, und zwar immer wieder, müssen an den Pranger gestellt werden – in der Politik, in den Medien und auch bei der UNO.

Ich hoffe, dass diese Botschaft vom Opernplatz in Wien alle Verantwortungsträger erreicht und danke Ihnen allen nochmals für Ihre Unterstützung. Ich bin in Ashkelon, der Stadt, die sich stets unter Raketenbeschuss aus Gaza befindet, aufgewachsen, und im Namen der Einwohner Ashkelons danke ich Ihnen ganz besonders für Ihre Solidarität.
Alle Menschen in Israel, die schon seit 64 Jahren im Kriegszustand leben, wissen diese zu schätzen.

Am Israel Chai.

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